13. Februar 2026

KI News vom 13.02.2026

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Brandheiße News aus der Welt der Künstlichen Intelligenz.

Hallo zusammen, 

willkommen zur neuen Ausgabe eurer Blue Tomato KI News – wie immer mit den spannendsten Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz, Ethik, Forschung und Wirtschaft.

Diese Woche steht ganz im Zeichen von Verantwortung, Wachstum und Wandel:
OpenAI räumt im eigenen Haus auf, KI zeigt emotionale Tiefe, Alphabet riskiert eine Blase, und gleich mehrere Branchen stehen vor ethischen und wirtschaftlichen Weichenstellungen.

 

Lasst uns reinschauen 👇

 

 🗞️ Inhalt

1️⃣ OpenAI räumt auf: Mission Alignment Team aufgelöst – neue Rolle für den „Chief Futurist“ 🧭
2️⃣ KI mit Gefühl: Studie zeigt – Chatbots können Nähe und Vertrauen besser erzeugen 💞
3️⃣ Werbung in ChatGPT: OpenAI startet Ad-Test, aber verspricht Datenschutz 📢
4️⃣ Förderlotse Wachstumsmärkte: Bundesregierung launcht KI‑Tool für den Mittelstand 🌱
5️⃣ Investoren nervös: Alphabet verdoppelt KI‑Budget – droht eine Tech‑Blase? 📈
6️⃣ KI für den Wald: Metas DINOv2 hilft beim Aufforsten und spart Millionen 🌳
7️⃣ Daten gegen Geld: Amazon plant Content‑Marktplatz für Publisher 💰
8️⃣ Fair & frei: Neue Projekte liefern KI‑Trainingsdaten ohne Urheberrechtsprobleme ⚖️

 

  🧭 1. OpenAI löst das Mission Alignment Team auf

Ein internes Umdenken im Haus Altman 🤖

OpenAI hat überraschend sein sogenanntes Mission Alignment Team aufgelöst – jene Gruppe, die sich um die Frage kümmerte, wie KI-Entwicklung mit dem Anspruch „zum Wohle der Menschheit“ in Einklang gebracht werden kann. Das Team war erst 2024 gegründet worden und sollte Mitarbeitende sowie Öffentlichkeit besser über OpenAIs ethische Ziele aufklären.

Deren Leiter Josh Achiam wird künftig als Chief Futurist bei OpenAI arbeiten. In dieser neuen Rolle will er untersuchen, wie Gesellschaft und Technologie sich durch künstliche Intelligenz und mögliche AGI-Entwicklungen verändern. Die weiteren Teammitglieder wurden auf andere Abteilungen verteilt.

Offiziell spricht das Unternehmen von einer „organisatorischen Reallokation“, doch Beobachter werten den Schritt als Signal, dass interne Diskussionen über Verantwortung und Sicherheit nun in breitere Strukturen integriert werden.

👉 Quelle: TechCrunch

 

💞 2. KI kann emotionale Nähe erzeugen – oft stärker als Menschen

Wenn Algorithmen Herz zeigen 💬

Eine Studie der Universitäten Heidelberg und Freiburg zeigt: KI kann in Gesprächen mehr emotionale Nähe aufbauen als echte Menschen. In einem Versuch mit rund 500 Teilnehmer:innen chatteten Probanden mit echten und künstlichen Gesprächspartnern – ohne zu wissen, wer wer ist.

Erstaunliches Ergebnis: Die Teilnehmenden empfanden Chatbots als empathischer und „vertrauter“ – vor allem bei emotionalen Themen wie Freundschaft oder Gefühlen. Grund dafür: Künstliche Intelligenzen nutzen häufiger Ich-Bezüge und emotionale Wörter, wodurch sie Nähe erzeugen. Fachleute nennen das Prinzip „Selbstoffenbarung“.

Die Forschenden warnen aber: Wo emotionale Bindung so leicht hergestellt werden kann, besteht auch Manipulationsgefahr. Dennoch sehen sie Potenzial – etwa in psychologischer Beratung, Bildung oder Betreuung – sofern Transparenz über KI-Einsatz gewährleistet bleibt.

👉 Quelle: Tagesschau

 

💬 3. OpenAI testet Werbung in ChatGPT

Monetarisierung trifft Datenschutz 📢

In den USA startet OpenAI erstmals mit Werbung im ChatGPT-Interface – allerdings ausschließlich für die kostenlose Version und den neuen Low-Cost-Plan „ChatGPT Go“. Anzeigen erscheinen klar gekennzeichnet unterhalb der Antworten und sollen die Resultate nicht beeinflussen.

Das Unternehmen betont fünf Leitprinzipien für die Einführung der Anzeigen:

  1. Schutz der Privatsphäre,

  2. Transparente Kennzeichnung,

  3. Keine Beeinflussung der KI-Antworten,

  4. Ausschluss sensibler Themen (Gesundheit, Politik, Minderjährige),

  5. Relevanz zur Chat-Situation.

Ziel ist es, neue Einnahmequellen zu erschließen, ohne das Vertrauen von Millionen Nutzer:innen zu gefährden. In Europa sind noch keine Anzeigen geplant. Für OpenAI ist das ein Schritt hin zu einem nachhaltigen Geschäftsmodell, das kostenlosen Zugang weiterhin finanzieren soll.

👉 Quellen: OpenAI Blog

 

🌱 4. Förderlotse Wachstumsmärkte: KI stärkt deutschen Mittelstand

Smartes Tool für globale Chancen 🌍

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat den „Förderlotsen Wachstumsmärkte“ gestartet – eine neue, KI-gestützte Plattform zur Förderung des deutschen Mittelstands.

Der „digitale Lotsen“ soll Unternehmen helfen, in Schwellen- und Entwicklungsländern passende Fördermöglichkeiten, Partnernetzwerke und Finanzierungsmodelle zu finden. Durch künstliche Intelligenz werden Firmen gezielt zu relevanten Programmen der Außenwirtschafts- und Entwicklungszusammenarbeit geführt.

Bundesministerin Reem Alabali-Radovan erklärte, die Plattform eröffne "einen klaren digitalen Zugang zu nachhaltigem Wachstum". Kooperationspartner sind u. a. GIZ, AWE, GTAI und DEG. Der Ansatz: Digitalisierung und Entwicklungszusammenarbeit künftig stärker zusammenzubringen – wirtschaftlich und gesellschaftlich.

👉 Quelle: BMZ.de

 

📈 5. Alphabet verdoppelt KI-Investitionen – droht eine KI-Blase?

Wenn Wachstum zum Risiko wird 💸

Die Google-Mutter Alphabet erhöht ihre Ausgaben für Künstliche Intelligenz auf bis zu 185 Milliarden US-Dollar – fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Mit den Investitionen soll die Weiterentwicklung des KI-Modells Gemini 3 sowie der Ausbau der Cloud-Sparte beschleunigt werden.

Analyst:innen sprechen von einer riskanten Eskalation des Investitionswettlaufs zwischen Meta, OpenAI und Google. Während der Gewinn um knapp 30 % und der Umsatz um 18 % stiegen, reagierten die Märkte verhalten – die Aktie rutschte zeitweise um 7 %.

Fachleute warnen: Die hohen KI-Ausgaben könnten eine „Blasenbildung“ auslösen, wenn kurzfristige Renditen ausbleiben. In der Branche beginnt damit eine entscheidende Phase zwischen Vision und Überhitzung.

👉 Quelle: Tagesschau

 

🌳 6. Meta DINOv2 hilft Großbritannien bei Aufforstung

KI schützt Natur und senkt Kosten 🌲

Das Modell DINOv2 von Meta AI hilft der britischen Regierung, Baum- und Grünflächen landesweit präziser zu kartieren. Gemeinsam mit dem UK Forestry Research nutzt Meta sein Open-Source-Modell, um aus über 18 Millionen Satellitenbildern Baumarten, Höhe und Dichte zu erkennen – und das bei einer Auflösung von nur einem Meter.

Ziel des Projekts ist, alle Bürger:innen in England innerhalb von 15 Minuten Fußweg von einem Grünbereich leben zu lassen. Die Technologie ersetzt teure LiDAR-Vermessungen und ermöglicht Einsparungen in Millionenhöhe. Gleichzeitig hilft sie beim Kampf gegen den Klimawandel, indem sie Baumverluste frühzeitig sichtbar macht.

Meta und das World Resources Institute sehen darin ein Beispiel, wie KI nicht nur Profit, sondern auch ökologischen Fortschritt fördern kann.

👉 Quelle: Meta AI Blog

 

💰 7. Amazon plant Content-Marktplatz – Publisher sollen bezahlt werden

Endlich faire Datenvergütung? 🛒

Nach Microsoft will nun auch Amazon Publishern die Möglichkeit geben, ihre Inhalte gegen Bezahlung für das Training von KI-Modellen bereitzustellen. Ein geplanter „Content Marketplace“ soll es Medienhäusern erlauben, ihre Texte, Bilder oder Videos legal und lizenziert an KI-Firmen zu verkaufen.

Das Vorhaben kommt, nachdem zahlreiche Verlage wegen Urheberrechtsverletzungen gegen KI-Unternehmen klagten. Amazons Ansatz soll zu einer gerechteren Lizenzierung führen – und könnte die Grundlage für eine faire Datenökonomie schaffen.

Der Konzern selbst äußert sich noch zurückhaltend, dementierte aber die Pläne nicht. Sollte der Marktplatz starten, wäre das ein Paradigmenwechsel: Künftig könnten Publisher an der Wertschöpfung von KI direkt beteiligt werden.

👉 Quelle: t3n

 

⚖️ 8. Ethische KI: Projekte für trainingsdaten ohne Urheberrechtsverletzungen

Transparente Alternativen gewinnen an Fahrt 🌐

Künstliche Intelligenz steht zunehmend in der Kritik, geschütztes Material zum Training zu nutzen. Projekte wie LAION, OpenVerse, CommonCorpus und DataComp wollen das ändern. Sie setzen auf offene, rechtssichere Datensätze und Creative-Commons-Lizenzen, um Forschung und Transparenz zu fördern.

Dabei werden Bilder, Texte und Audiodateien ausschließlich unter legalen Lizenzen gesammelt. Das Ziel: Training auf Grundlage freiwillig geteilter oder freier Inhalte – ganz ohne Rechteverletzungen.

Die Bewegung erhält weltweit Zuspruch von Wissenschaft und Start-ups, die nach „ethischer KI“ streben. Langfristig könnten diese offenen Standards helfen, Vertrauen zurückzugewinnen und KI-Entwicklung nachhaltiger zu gestalten.

👉 Quelle: t3n

 

💡 Fazit der Woche

Diese Woche zeigte eindrücklich, wie vielschichtig die KI-Welt 2026 geworden ist:
Forschung, Ethik, Wirtschaft und Politik arbeiten sich aneinander ab – auf der Suche nach dem Gleichgewicht zwischen Innovation und Verantwortung.

Von emotionaler Intelligenz über offene Daten bis hin zum grünen Einsatz von Deep Learning: KI verändert nicht nur Technologien, sondern zunehmend auch unser Denken, Fühlen und Handeln.

Bleibt inspiriert – und neugierig!

Bis bald zum nächsten spannenden BTO KI Newsletter!

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